Zwiebelöl
Wirkung, Andwendung, Qualität & Kaufempfehlung

Autor: Dr. Lisa Dinh
Datum: 11.06.2020
Lesezeit: 6:0 min

Die Küchenzwiebel ist nicht nur ein beliebtes Gemüse, sondern auch eine traditionelle Heilpflanze. In ihrem ätherischen Öl finden sich viele Inhaltsstoffe hochkonzentriert.

BezeichnungZwiebel
Bot. NameAllium cepa
Eng. Nameonion
SynonymeKüchenzwiebel
HerkunftNaher Osten
Preis pro 10ml17,90

Kaufempfehlung

Achten sie beim Kauf unbedingt auf die Qualität des Zwiebelöls.

Leider werden auch in Deutschland immer mehr verunreinigte oder bereits stark oxidierte Öle angeboten. Diese können Reizungen auf der Haut verursachen und riechen in stark beißend oder nicht nach Zwiebelöl. Das Zwiebelöl von invalid können wir in diesem Fall sehr empfehlen._

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Innere Wirkung

Die Inhaltsstoffe des Zwiebelöls wirken entzündungshemmend und können dadurch Abhilfe bei chronischen Entzündungen, wie einer Arthrose, schaffen. Sie wirken außerdem regulierend auf den Blutdruck, stoffwechselstabilisierend und appetitsteigernd.

Zwiebel ist ein bekanntes Naturheilmittel bei Husten, da es schleimlösend wirkt. Diese Wirkung liegt auch im ätherischen Öl, in dem die entsprechenden Inhaltsstoffe in sehr hoher Konzentration vorliegen.

Äußere Wirkung

Die Inhaltsstoffe des Zwiebelöls wirken antibakteriell, fungizid und entzündungshemmend. So kann das Öl dazu beitragen, kleine Wunden oder Geschwüre natürlich zu behandeln. Des Weiteren fördert das Öl die Regeneration und das Wachstum neuer Hautzellen, was insgesamt die Wundheilung beschleunigt.

Nebenwirkungen

Pur auf die Haut aufgetragen, kann ätherisches Zwiebelöl zu Hautirritationen führen. Für die äußere Anwendung sollte es daher stets verdünnt werden.

Anwendung

Aufgrund seines eher unangenehmen Geruchs ist das Zwiebelöl für die Aromatherapie nicht geeignet. Allerdings eignet es sich gut für die innere Anwendung oder zur Anwendung auf der Haut.

Für die innere Anwendung können Sie Zwiebelöl bei Bedarf direkt einnehmen. Geben Sie bis zu 3 mal täglich 5 Tropfen auf einen Teelöffel Honig und verrühren diesen in einem warmen Glas Wasser oder Tee. Sie können vergleichbare Mengen allerdings auch nach Geschmack direkt in ihr Essen geben und das Öl so einnehmen. Eine kulinarisch interessante Möglichkeit bietet das aromatisieren von Raps- oder Olivenöl. Probieren Sie aus, welches Mischungsverhältnis Ihnen geschmacklich am besten zusagt. Um die Inhaltsstoffe zu bewahren, sollten Sie das aromatisierte Öl nicht übermäßig erhitzen, sondern in der kalten Küche verwenden oder auf bereits fertig gegarte und nur noch warme Speisen geben.

Bei der äußeren Anwendung haben sich Waschungen oder Kompressen mit Zwiebelöl etabliert. Lösen Sie bis zu maximal 20 Tropfen des Öl in einem Glas lauwarmem Wasser (bei Infektionsgefahr bitte vorher abkochen). Geschwüre, Entzündungen oder Wunden können nun mit dem Wasser vorsichtig gereinigt werden. Anschließend kann die Lösung mit einer Kompresse eine Zeit lang auf dem betreffenden Hautareal verbleiben.

Herstellung

Das ätherische Öl der Zwiebel wird mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Hierfür werden die Zwiebeln klein gehackt und mit heißem Wasser übergossen. Von außen zugeführter Wasserdampf fängt nun die leicht flüchtigen ätherischen Bestandteile der Zwiebel auf und trägt sie in ein zweites Gefäß. Hier kühlt der Dampf ab und in dem Gefäß bildet sich ein zweiphasiges Kondensat. Die obere Phase stellt das reine ätherische Öl der Zwiebel dar und kann vorsichtig von der unteren wässrigen Phase getrennt werden. Das scharf würzige, teilweise sogar beißend riechende ätherische Öl stellt ein Konzentrat der Aromastoffe einer Zwiebel dar. Für ein Liter des reinen goldbraunen Öls werden etwa 10 Tonnen Zwiebeln benötigt.

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Inhaltsstoffe

Zwiebeln enthalten eine Vielzahl vor allen an schwefelhaltigen Verbindungen, die für die Wirkung als Heilpflanze ausschlaggebend sind. Viele dieser zwiebeltypischen Verbindungen finden sich auch im aromatischen Anteil des ätherischen Öls der Zwiebel wieder. Neben diesem aromatischen Anteil bilden Terpene und Sesquiterpene den Hauptanteil des Öles.

Geschichte

Die Küchenzwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Schon vor mehr als 5000 Jahren wurde sie als Heil- und Gemüsepflanze verwendet. Beim Bau der Cheopspyramide sollen die Arbeiter ihren Lohn zum Teil in Form von Zwiebeln ausgezahlt bekommen haben. Die Römer brachten die Küchenzwiebel schließlich nach Mitteleuropa, wo sie schnell zur am meisten verbreitetsten Gemüsepflanze wurde. Nicht zuletzt sicherlich auch durch die lange Haltbarkeit. Die Küchenzwiebel spielte aber auch als Heilpflanze eine wichtige Bedeutung. Sie war das Medikament der Wahl bei Insektenstichen, Geschwüren, Husten und Ohrenschmerzen. Noch heute legen Eltern ihren von einer Mittelohrentzündung geplagten Kindern gerne ein Zwiebelsäckchen auf das Ohr, um die Schmerzen zu lindern. Im Jahr 2015 wurde die Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres ernannt.

Unsere Empfehlung

Ätherisches Zwiebelöl, 10 ml

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Botanik

Die Zwiebel (Allium cepa), auch Küchenzwiebel genannt, gehört zur Familie der Lauchgewächse. Sie ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die in ihrem ersten Lebensjahr nur einige wenige grundständige Blätter aufweist. Die Blätter sind längs und deutlich zweigeteilt. Die unteren Blattanteile sind weiß und umschließen sich sehr stramm gegenseitig. Im Laufe des Wachstums der Pflanze werden sie immer dicker und bilden die allseits bekannte Zwiebel, die als Speicherorgan dient. Die oberen Blattanteile sind grün und treten als Scheinspross aus der Zwiebel hervor, dabei besteht die gesamte Pflanze rein botanisch zu diesem Zeitpunkt nur aus Blätter und Wurzeln.

Erst im zweiten Jahr entwickelt sich eine echte Sprossachse. Sie entspringt mittig aus der Zwiebel und kann eine Länge von 20 bis 120 Zentimeter aufweisen. An der Spitze dieses hohlen und blattlosen Sprosses entwickelt sich ein fast kugelrunder Blütenstand mit bis zu über 100 weißen Einzelblüten. Die nektarreichen Blühten öffnen sich in den Sommermonaten Juni und Juli und locken die unterschiedlichsten Insekten zur Bestäubung. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich runde Kapselfrüchte, die einen kleinen schwarzen Samen enthalten.

Im Laufe ihres Lebens bildet die Küchenzwiebel immer wieder neue Blätter. Dabei können einige von ihnen nur aus dem sogenannten Unterblatt bestehen, also zum Wachstum der Speicherzwiebel beitragen, aber keine grünen Anteile an der Oberfläche bilden. Dabei wachsen die Blätter von innen nach außen. Dadurch werden die gespeicherten Nährstoffe der äußeren Schichten der Speicherzwiebel aufgebraucht. Sie sterben ab und bleiben nur noch als papierdünne Schutzhülle erhalten. An der Oberfläche der Speicherzwiebel entstehen außerdem durch Knospung neue Zwiebeln, so dass sich im Laufe der Zeit Mehrfachzwiebeln bilden, die Sie sicherlich als Schalotten kennen. Sie dienen der vegetativen, also ungeschlechtlichen Vermehrung der Pflanze.

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Kultivierung

Die Küchenzwiebel wird weltweit kultiviert und in allen Kulturkreisen konsumiert. Der jährliche pro Kopf Verbrauch liegt in Deutschland bei schätzungsweise 8 Kilogramm. Der Anbau erfolgt in der Regel zweijährig, wobei die meisten Landwirte nicht aussähen, sondern auf vorgezogene Steckzwiebeln zurückgreifen. Die Küchenzwiebel bevorzugt stickstoffarme lockere Böden mit etwas Sandanteil. In Deutschland wird sie in sommerwarmen und niederschlagsarmen Gebieten angebaut.

Wenn Sie Küchenzwiebeln im Garten kultivieren, empfiehlt es sich den entstehenden Blütenspross abzuknicken und das Blütenwachstum dadurch zu unterbinden. Dadurch behält die Speicherzwiebel ihre Nährstoffe und kann im Spätsommer geerntet werden. Kühl und trocken gelagert ist sie viele Monate haltbar.

Im Laufe der sehr langen Kulturgeschichte der Küchenzwiebel wurden unzählige Sorten gezüchtet, die sich in Wachstumsbedingung, Größe, Form, Farbe und Geschmack unterscheiden. Wildformen sind heute nur noch sehr vereinzelt anzutreffen.

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