Oreganoöl

Wirkung, Andwendung, Qualität & Kaufempfehlung

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 11:33 min

Letzte Änderung: 08.12.2019.

Oreganoöl ist seit jeher als intensiv wirkendes Heilmittel bekannt. Bereits seit der Antike wird es gegen die unterschiedlichsten gesundheitlichen Probleme eingesetzt.

BezeichnungOregano
Botanischer Name Origanum vulgare
Englischer NameOregano oil
SynonymeDost, Wilder Majoran, Origanum vulgare
UrsprungsländerMittelmeerregion
Preis pro 10ml4,95

Heutzutage ist es Gegenstand zahlreicher Forschungen und hat seinen Einzug auch in die Küche gefunden. Sein Duft ist typisch würzig und aromatisch.

Kaufempfehlung

Achten sie beim Kauf unbedingt auf die Qualität des Oreganoöls. Leider werden auch in Deutschland immer mehr verunreinigte oder bereits stark oxidierte Öle angeboten. Diese können Reizungen auf der Haut verursachen und riechen in stark beissend oder nicht nach Oreganoöl. Das Oreganoöl von Nuvi Health können wir in diesem Fall sehr empfehlen.

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Innere Wirkung

Oregano ist nicht nur ein sehr beliebtes Gewürz, sein Öl lässt sich wegen seiner vielen Inhaltsstoffe auch gegen die verschiedensten gesundheitlichen Beschwerden einsetzen. Dabei sind viele Inhaltsstoffe des Öls bisher noch gar nicht erforscht, aber dennoch Gegenstand klinischer Forschung. Die bisher bekannten Stoffe sollen bei folgenden Beschwerden sehr gute Behandlungserfolge erzielen:

Oreganoöl gegen Krebs

Oreganoöl wird im Moment in klinischen Studien auf seine Wirkung gegen Krebs getestet. Ersten Forschungsergebnissen zufolge hemmt es das Wachstum von Krebstumoren indem es die Zellen an ihrer Teilung hindert. Das Öl soll aber nicht nur gegen den Krebs direkt wirken, sondern es soll auch dazu in der Lage sein, die Nebenwirkungen der Chemotherapie abzuschwächen.

Der genaue Mechanismus, wie Oregano Krebs bekämpft, wurde in einer Studie untersucht, die 2014 in Brasilien publiziert wurde. Laut einer anderen Studie soll Oreganoöl nicht nur gegen Krebs helfen, sondern auch bei diversen Lungenschäden wirksam sein.

Oregano gegen Lungenentzündung

Aufgrund seiner starken entzündungshemmenden Wirkung kann das Oreganoöl gegen fast jedes Problem in unserem Körper angewendet werden, das auf einer Entzündung beruht. Auch bei der sehr gefährlichen Lungenentzündung kann Oreganoöl dienlich sein. Es sollte jedoch auf keinen Fall eine Eigenmedikation mit dem Öl durchgeführt werden. Lungenentzündungen können lebensgefährlich werden. Deshalb ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren.

Oreganoöl zur Darmsanierung

Oreganoöl hilft gegen Beschwerden des Magen-/Darmtraktes, denn es wirkt stark durchblutungsfördernd, antibakteriell und antiviral. Durch die verstärkte Durchblutung der Magenwand wird diese angeregt, mehr Magensaft zu produzieren. Dadurch kann man die verdauungsfördernde Wirkung des Oregano erklären. Durch den vermehrten Magensaft kann schwer verdauliche Nahrung besser verdaut werden. Dadurch hilft das Öl Magenschwäche auszugleichen und wirkt magenstärkend.

Oreganoöl gegen Bakterien

Bereits im Altertum wurde Oregano altem, bzw. schmutzigem Wasser zugesetzt, um es wieder genießbar zu machen. Auch Seefahrer haben ihre Wasservorräte sehr oft mit Oregano versetzt, um sie so länger haltbar zu machen. Oreganoöl wird gerade in Bezug auf die hartnäckige Krankheit MRSA untersucht. Darunter versteht man Bakterienstämme, die eine gewisse Resistenz gegenüber herkömmlichen Antibiotika entwickelt haben.

Solche Bakterienstämme, wie etwa Staphylococcus aureus, sind in Krankenhäusern entstanden, in denen Ärzte zu häufig Antibiotika verschrieben haben. Betroffene leiden zum Beispiel an offenen Wunden, die nicht heilen. Eine Behandlung mit Oreganoöl führt häufig zu einer Abheilung solcher Wunden. In einer klinischen Untersuchung konnte diese Wirkung belegt werden. Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch bis heute unbekannt.

Aufgrund seiner starken antibiotischen Wirkung kann das Öl auch noch gegen andere infektiöse Probleme eingesetzt werden. Besonders bei Atemwegs- und Ohreninfektionen hat sich das Öl als gute Behandlungsmethode herausgestellt.

Oreganoöl gegen Parasiten

Origanoöl vermag es nicht nur Bakterien wirksam zu bekämpfen, man hat auch herausgefunden, dass es gut gegen größere Parasiten wirkt, die den menschlichen Körper bewohnen. Solche Bakterien sind häufig im Darm zu finden. Meistens gelangen sie durch nicht gewaschenes Obst oder Gemüse in unseren Verdauungstrakt, wo sie erhebliche gesundheitliche Probleme auslösen können. Betroffene nehmen zum Beispiel oft sehr stark ab. Am bekanntesten ist sicherlich der Bandwurm der bis zu 23 m lang werden kann. Das Oreganoöl hindert diese Organismen an der Nahrungsaufnahme und zwingt sie somit unseren Körper zu verlassen oder abzusterben.

Oreganoöl zur Blutverdünnung

Oreganoöl hat eine starke blutverdünnende Wirkung. Dies ist vor allem für Menschen mit Herz-/ Kreislaufproblemen von Vorteil oder auch für Menschen, die auf blutverdünnende Medikamente angewiesen sind. Oreganoöl kann und sollte den Effekt dieser Medikamente zwar nicht ersetzen, es wirkt jedoch sehr gut unterstützend. Menschen, die an zu viskosem, also nicht-zähflüssigem Blut leiden, sollten vor der Verwendung von Oreganoöl einen Arzt konsultieren.

Äussere Wirkung

Oreganoöl bei Problemen im Mundraum

Oreganoöl wirkt sehr stark schmerzstillend und entzündungshemmend. Diese Eigenschaften machen es zu einem exzellenten Mittel gegen diverse Beschwerden im Mund. Sollten Sie zum Beispiel unter entzündetem Zahnfleisch leiden, so kann Oreganoöl dem Abhilfe schaffen. Das Öl hemmt die Produktion diverser Enzyme, die für die Entstehung der Entzündung verantwortlich sind. Wegen des hohen Gehaltes an p-Cymol hat man auch gute Erfahrungen mit dem Öl bei leichten Zahnschmerzen gemacht, da p-Cymol einer der stärksten schmerzstillenden Stoffe in der Natur ist.

Oreganoöl gegen Herpes

Oreganoöl wirkt nicht nur sehr gut gegen Bakterien, sondern es kann auch gegen die verschiedensten Viruserkrankungen eingesetzt werden. Eine der lästigsten Viruserkrankungen ist zweifellos Herpes simplex. In einer Studie konnte belegt werden, dass Oreganoöl sehr gut dazu in der Lage ist, den Herpesvirus lokal zu bekämpfen. Es kann den Virus zwar nicht dauerhaft aus dem Körper vertreiben, aber lokal auf Herpesbläschen aufgetragen, verschwinden diese sehr schnell wieder.

Orgenaoöl gegen Akne

Wegen seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung kann das Oreganoöl auch gegen entzündliche Hautprobleme, wie Akne und Pickel eingesetzt werden. Es bekämpft die entzündungs-auslösenden Bakterien und die Entzündung an sich im gleichen Maße. Aber das Öl tötet nicht nur Bakterien, sondern es kann auch zur Bekämpfung von Hautparasiten verwendet werden.

Läuse und Milben sind beispielsweise nicht nur lästig, sie können unter Umständen auch schwere Krankheiten übertragen. Das Humanopapilovius (HPV) ist ein Beispiel. Dieses Virus ist für die sogenannte Hirnhautentzündung verantwortlich. Durch die Bekämpfung der Parasiten wird auch die Verbreitung dieser Krankheiten unterbunden.

Oreganoöl gegen Mandelentzündung

Mandelentzündungen treten häufig im Kindesalter auf und erfordern oft die operative Entfernung der entzündeten Mandeln. Mit Oreganoöl können die entzündeten Stellen sehr gut behandelt werden, so dass auf eine operative Entfernung der Mandeln unter Umständen verzichtet werden kann.

Oreganoöl gegen Haut-, Fuss- und Nagelpilz

Einige der stärksten Wirkungen des Oreganoöls ist sicher die gegen Pilzinfektionen. Besonders gut wirkt es dabei gegen Candida albicans, einen der weitverbreitetsten parasitär lebenden Pilze. Forscher konnten belegen, dass der Pilzbefall bereits 72 Stunden nach der Behandlung mit Oreganoöl zu 100 % abgeklungen ist. Diese Wirkung konnte in einer Studie belegt werden, die im ‘Egyptian Journal of Biochemistry and Molecular Biology’ publiziert worden ist.

Nebenwirkungen

Oreganoöl hat einige wenige Nebenwirkungen, die zu beachten sind. Das Öl wurde früher dazu verwendet, um Geburten einzuleiten. Sollten Sie also schwanger sein, ist es ratsam, auf Oreganoöl zu verzichten, da das Öl unter Umständen Wehen auslösen kann. Wie viele andere Gewächse aus der Klasse der Lippenblütler kann das Oreganoöl auch Allergien auslösen. Diese äußern sich zum Beispiel durch Hautausschlag, Schwellungen, Atemnot und starken Juckreiz. Sollte die Anwendung von Oreganoöl bei ihnen zu allergischen Reaktionen führen, konsultieren sie bitte umgehend einen Arzt. Das Öl sollte auch immer nur als Kur über eine Dauer von maximal 6 Wochen verwendet werden, da es die Aufnahme von Eisen hemmt.

Anwendung

Oreganoöl hat auf unsere Haut eine stark reizende Wirkung, weshalb Sie es niemals in purer Form auftragen sollten. Verdünnen Sie das Öl mit einem geeigneten Trägeröl, wie zum Beispiel Distel- oder Aprikosenöl und tragen Sie das Gemisch anschließend auf.

Wenn Sie Oreganoöl inhalativ einnehmen wollen, so geben Sie 10 Tropfen des Öls in mindestens 80 Grad heißes Wasser. Die Temperatur ist deshalb so wichtig, weil die wichtigen Inhaltsstoffe des Öls erst ab dieser Temperatur verdampfen. Während Sie das Oreganoöl inhalieren, sollten Sie ein Geschirrtuch über ihren Kopf legen, um die Dämpfe besser einatmen zu können. Achten Sie während der Inhalation stets darauf, die Augen geschlossen zu halten, um einer möglichen Reizwirkung vorzubeugen.

Innerlich eingenommen, können Sie Oreganoöl für Infektionskrankheiten verwenden, zur Darmsanierung oder um Parasiten zu bekämpfen. Dafür vermischen Sie Oreganoöl am besten mit einem hochwertigen Speiseöl, zum Beispiel Olivenöl. Für eine 10-prozentige Mischung geben Sie 1 Tropfen Oreganoöl auf 10 Tropfen Speiseöl, für eine 20-prozentige Lösung 2 Tropfen.

Die Zeit der Einnahme und die Dosierung ist individuell verschieden. Am stärksten wirkt Oreganoöl auf nüchternen Magen. Doch das kann bei empfindlichen Menschen Beschwerden verursachen. Falls Sie das nicht vertragen, nehmen Sie Oreganoöl am besten nach dem Essen ein. Bei Eisenmangel sollten Sie nach dem Essen 2 Stunden vergehen lassen, da dieses ätherische Öl die Aufnahme von Eisen beeinträchtigt.

Die richtige Dosis finden Sie durch Experimentieren heraus. Mehr als 15 Tropfen einer Mischung mit Oreganoöl sollten Sie nicht am Tag einnehmen. Es empfiehlt sich, mit 1 Tropfen morgens, mittags und abends zu beginnen. Vertragen Sie diese Dosierung gut, können Sie die Einnahme steigern bis auf 5 Tropfen 3 mal täglich. Am besten wirkt Oreganoöl als Kur. Nach 7 Tagen Einnahme pausieren Sie eine Woche, bevor Sie das Öl erneut einnehmen.

Das Oreganoöl eignet sich auch hervorragend dafür, Ihren Rezepten und Speisen das gewisse Etwas zu geben. Dazu werden gerne 1-3 Tropfen des Öls in 100ml Olivenöl vermischt oder in ein Honig Dressing beigemengt. Zum Essen sollten sie Öl in Bio Qualität verwenden. Sollten sie Oreganoöl gegen Probleme im Mundraum benutzen wollen, so können Sie 3-4 Tropfen davon mit einem Teelöffel Salz in ein Glas warmes Wasser geben und dieses Gemisch zum Gurgeln und Spülen verwenden. Weitere Rezepte finden Sie auf: oregano-oel.info

Um es Kindern schmackhaft zu machen können sie vom Oreganoöl auch 2-3 Tropfen in den Saft oder in die Milch beimengen. Bei der Einnahme für die innerliche Anwendung, stehen in der Apotheke diverse mit Oreganoöl versetzte Präparate, wie z.B.: Oregano Öl Kapseln, zum Kaufen zur Verfügung.

Herstellung von Oreganoöl

Oreganoöl wird klassisch mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Man benötigt für die Gewinnung von 1l Öl über 50 kg Oregano.

Oreganoöl für die Küche selbst herstellen

Oreganoöl kann jedoch sehr gut auch zu Hause hergestellt werden. Sie benötigen dafür lediglich reinen Alkohol, ein Einmachglas und genügend Oregano. Geben Sie die Pflanze zusammen mit dem Alkohol in das Einmachglas und stellen Sie dieses für 3 Wochen an einen warmen Ort.

Nach drei Wochen hat der Alkohol das ganze Öl aus dem Oregano aufgenommen. Sie können die Flüssigkeit nun in eine Schüssel überführen und warten bis der Alkohol vollständig verdampft ist. Der Rückstand ist ihr selbst hergestelltes Oreganoöl. Beachten sie allerdings, dass dieses Öl nicht dieselben therapeutischen Wirkungen besitzt, wie klassisch hergestelltes Oreganoöl.

Lagerung und Haltbarkeit

Achten sie darauf das Oreganoöl stets dunkel, kühl und trocken zu lagern. Lagern sie das Öl stets außerhalb der Reichweite von Kleinkindern. Sollte sich das Öl bei zu kalter Lagerung verfestigen, so ist dies kein Hinweis auf einen Qualitätsverlust, ganz im Gegenteil. Qualitativ hochwertige und reine Öle neigen dazu, sich bei Kälte zu verfestigen. Sollte dieser Fall eintreten, reicht es aus, das Öl leicht zu erwärmen, um es anschließend normal weiterverwenden zu können. Auch wenn das Öl trüb geworden ist, bedeutet das nicht, dass es nicht mehr genießbar ist und kann ebenfalls ein Qualitätsmerkmal sein, denn bei unraffinierten hochwertigen Ölen sind die Trübstoffe noch enthalten. Wenn das Öl doch ranzig ist, vertrauen Sie Ihrer Nase, denn Sie werden es am Geruch erkennen. Bei Schimmelbildung entsorgen Sie das Öl sofort.

Chemische Zusammensetzung

Die wichtigsten biologisch aktiven Inhaltsstoffe im Oreganoöl sind:

  • Thymol
  • Carvacrol
  • P-Cymol
  • Borneol

Thymol ist ein Mitglied der Pflanzenwirkstoffe mit dem Namen Phenole. Es vernichtet zahlreiche Bakterien und Pilze zuverlässig und rasch. Unter anderem macht es resistenten Bakterien der Stämme Staphylococcus aureus und Escherichia coli den Garaus. In den Bakterien reichert es sich in den Zellmembranen an und hungert die Zellen auf diese Weise quasi aus.

Bei Carvacrol handelt es sich um eine terpenoide Substanz, die wie Thymol zu den Phenolen gehört. Es hemmt die Funktion von verschiedenen Enzymen im Körper, die Entzündungen fördern. Außerdem wirkt es vernichtend auf Pilze und zahlreiche Bakterien. Darüber hinaus ist dieser aromatische Kohlenwasserstoff ein antioxidativ wirkendes natürliches Schmerzmittel. Es fördert die Funktion von Enzyme im Inneren von Zellen, die oxidativen Stress hemmen.

Die biologische Funktion von p-Cymol ist bisher nicht bekannt. Dafür ist Borneol hochinteressant. Dieses Monoterpen kann die Bioverfügbarkeit von Wirkstoffen im Körper erhöhen, unter anderem, indem es die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger macht. Darüber hinaus lindert Borneol schmerzen, indem es Botenstoffe wie Actylcholin hemmt.

Außerdem enthält Oreganoöl zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, unter anderem Vitamin B und C sowie Zink, Vitamin K, Eisen, Magnesium und Kalzium.

Geschichte

Der Name ''Oregano'' kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie ''Erfrischung der Berge''. Besonders in den Ländern rund um das Mittelmeer ist Oregano ist bereits seit dem Altertum ein beliebtes Gewürz und eine vielseitig eingesetzte Heilpflanze. Bei den alten Römern wurde Oregano oft auch als Räucherwerk verwendet. Die Pflanze ist neben Mozzarella und Tomatenmark einer der 3 Bestandteile der berühmten ‘Pizza Margherita’. Dieses Gericht wurde für die Königin Margareta kreiert und spiegelt die Farben der italienischen Flagge, auch Tricolore genannt, wider. Im Mittelalter war Oregano als wichtige Hexenabwehrpflanze in ganz Europa verbreitet. Für diesen Zweck vergrub man kleine Oreganosträucher vor der Eingangstür des Hauses, das es zu schützen galt. Man glaubte, dass Hexen so nicht über die Schwelle treten könnten.

Botanik

Oregano ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20-70 cm erreicht. Sein Ursprungsgebiet ist rund ums Mittelmeer, wobei er heute jedoch weltweit angepflanzt wird. In gemäßigten Klimazonen ist Oregano winterhart. Er ist außerdem bekannt dafür, Bienen anzulocken, da er einen Nektar produziert, der bis zu 75 % aus Zucker besteht. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Oregnano auch auf Plantagen anderer Kulturpflanzen angepflanzt. Aufgrund des weltweiten Bienensterbens herrscht in der Landwirtschaft ein Mangel an den fleissigen Bestäubern und deshalb wird Oregano verwendet, um die Tierchen auf die Felder zu locken. Seine Blütezeit reicht von Mai bis August.

Kultivierung

Oregano wird heute weltweit in gemäßigten Klimazonen angebaut. Natürliche Populationen findet man jedoch nur in Europa. Die Pflanze bevorzugt halbtrockene, stark kalkhaltige Böden. Zur Verarbeitung des Oreganos verwendet man hauptsächlich die Blätter und Stängel. Oregano kann ganzjährig geerntet werden. Dafür werden die Stengel einige Zentimeter oberhalb des Bodens abgeschnitten und zum Trocknen an einen dunklen Ort gelegt. Vermehrt wird die Pflanze hauptsächlich über Setzlinge, da die Keimdauer der winzigen Samen über 2 Monate beträgt.