Kakaoöl Wirkung, Andwendung, Qualität & Kaufempfehlung

Produktvergleich zuletzt aktualisiert am 01.10.2020
Autor: Dr. Annika Mix
Datum: 01.10.2020
Lesezeit: 5:21 min

Ätherisches Kakaoöl ist vielen unbekannt, doch steckt in diesem konzentrierten Aromaöl eine sinnliche Wirkung.

Bezeichnung Kakao
Bot. Name Theobroma cacao
Synonyme
Eng. Name cacao tree
Herkunft Lateinamerika
Preis pro 10ml 19,90

Psychologische Wirkung

Das ätherische Kakaoöl verströmt den Duft feinster Schokolade. Dieses Aroma wirkt auf unseren Geist beruhigend und erzeugt ein angenehm wohliges Gefühl von Geborgenheit. Es lindert sanft Unruhezustände und Nervosität. Emotionale Spannungen lösen sich und es entsteht viel Raum für Kreativität, die durch den Duft angeregt wird. Gelöst von den Anstrengungen des Alltags werden mentale Kräfte neu gebündelt und können nun zielgerichtet eingesetzt werden. Außerdem kann der schokoladige Duft auch erotisch wirken und ein stimmungsvolles Ambiente genüsslich untermalen. Nach einem stressigen Arbeitstag hilft das Kakaoaroma, den Stress zu lösen und zur Ruhe zu kommen.

Körperliche Wirkung

Nicht nur auf den Geist, auch auf den Körper wirkt Kakaoöl beruhigend. Dabei wirkt es den körperlichen Folgen von Stress entgegen, wie nervösen Magen-Darm-Beschwerden, Schlaf- oder Appetitlosigkeit. Außerdem kann der Schokoladenduft dazu betragen Heißhunger auf Schokolade zu beheben ohne welche essen zu müssen. Auf diese Weise kann es sogar eine Diät oder einen allgemein gesunder Lebenswandel unterstützen.

Anwendung

Der aromatische Duft des ätherischen Kakaoöls entfaltet sich am besten in einer Duftlampe. Hier harmoniert er besonders mit Vanille, Pfefferminze, Rose, Zimt, Muskat, Sandelholz, Orange oder Patchouli. Dabei wirkt das Kakaoöl zumeist verstärkend auf den beigefügten Duft und untermalt dessen Wirkung auf angenehmste weise. Eine wohige beruhigende Duftmischung bietet:

1 Tropfen Kakaoöl 1 Tropfen Nelkenöl 1 Tropfen Orangenöl 1 Tropfen Vanilleöl 1 Tropfen Zimtöl

Da Kakaoöl nicht, wie viele andere ätherische Öle, hautreizend wirkt, kann es auch pur als natürliches Parfum, verwendet werden. Durch sein intensives Aroma genügen schon 2-3 Tropfen, die auch hier gut mit anderen Ölen kombiniert werden können (bitte hier auf Hautverträglichkeit achten). Hierfür eignet sich zum Beispiel Rosenöl.

Für eine beruhigende oder erotisierende Massage ist Kakaoöl ein wertvoller Zusatzstoff. Viele fertige Massageprodukte mit Kakao enthalten allerdings nicht das ätherische Öl, sondern Kakaobutter, die sich in ihren Inhaltsstoffen und Konzentrationen vom reinen ätherischen Öl unterscheidet. Ein stimmungsvolles Massageöl ist aber sehr einfach mit einem Trägeröl selbst zu mischen. Für eine Massage eignen sich Mandel- oder Jojobaöl sehr gut. In 50 ml des gewählten Trägeröls geben Sie 5 Tropfen ätherisches Kakaoöl, 2 Tropfen Vanilleöl und 1 Tropfen Rosenöl.

Zur inneren Anwendung können Sie bei Bedarf 3 mal täglich bis zu 8 Tropfen ätherisches Kakaoöl einnehmen. Geben Sie es hierzu auf einen Löffel Honig und verrühren diesen in einem warmen Glas Wasser oder Tee. Wer es geschmackvoller möchte, kann die gleiche Menge des Öls auch in Speisen geben. Neben der erwünschten beruhigenden Wirkung entfaltet es hier zusätzlich seinen angenehmen Geschmack. So passt Kakaoöl sehr gut zu Milchreis, Pudding oder ähnlichen Desserts, aber auch zu Geflügelgerichten. Auch Kaffee oder sogar Cocktails können durch das ätherische Kakaoöl geschmacklich aufgewertet werden, wobei die beruhigende Wirkung von Kakaoöl in Verbindung mit Kaffee in Frage gestellt werden darf.

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Herstellung

Das ätherische Öl aus den Kakaobohnen, also den Samen der Kakaofrüchte, kann mit zwei unterschiedlichen Methoden gewonnen werden. Entweder durch alkoholische Extraktion oder durch Wasserdampfdestillation. Bei beiden Prozessen werden die geernteten Kakaobohnen zunächst getrocknet und anschließend geröstet und zermahlen.

Für die Extraktion wird dem Mehl nun ein Alkohol, zumeist Weingeist, zugeführt. Dieser entzieht dem Kakaomehl den Großteil seiner aromatischen Verbindungen. Anschließend wird der Alkohol wieder abdestilliert und zurück bleibt das reine ätherische Öl. Dies wird gegebenenfalls noch einmal filtriert um Schwebstoffe zu entfernen. Diese Methode wird bei Kakaoöl häufiger angewendet. Bei der etwas schonenderen Wasserdampfdestillation werden die gemahlenen Kakaobohnen mit warmem Wasser übergossen, was bewirkt, dass sich die leicht flüchtigen ätherischen Inhaltsstoffe an der Oberfläche sammeln und dort verdampfen. Zugeleiteter Wasserdampf trägt diese Stoffe dann in ein ein Kühlgefäß, wo sie wieder kondensieren. In einem letzten Schritt muss nur noch das gewonnene ätherische Öl von der wässrigen Phase getrennt werden. Eine Filtration ist in der Regel nicht nötig. Unabhängig von der jeweiligen Methodik der Ölgewinnung werden für einen Liter des reinen ätherischen Öls zwischen 10 und 15 Kilogramm Kakaobohnen benötigt.

Inhaltsstoffe

Das Spektrum an Aromastoffen in Kakao, die sich zum größten Teil im ätherischen Öl in hoher Konzentration wieder finden, ist riesig. Insgesamt über 600 sind bereits identifiziert, aber nur etwa 30 von ihnen bestimmen den uns bekannten Schokoladenduft. Dazu gehören Vanillin, das leicht rauchig duftende 2-Methoxyphenol, malzige Aromen wie 2- Methylbutanal und fruchtige Duftkomponenten wie Ethyl-Methylbutanoat oder 3-Methylbutylacvetat, was nach Banane duftet. Interessanterweise finden sich in der Kakaobohne auch Duftstoffe, die für sich betrachtet eher an Popcorn oder frittiertes Fleisch erinnern und nicht direkt an Schokolade denken lassen. Das perfekte Zusammenspiel all dieser Aromastoffe liefert aber genau das: Das feinste Kakaoaroma.

Botanik

Der Kakaobaum ist ein maximal 15 Meter großer Baum, der zur Familie der Malvengewächse gehört und im Unterholz der tropischen Regenwälder Lateinamerikas wächst. Seine zugespitzten Blätter können eine Länge von bis zu 35 Zentimeter erreichen. Die aufwendigen Blüten des Kakaobaumes wachsen langstielig an den Ästen oder sogar direkt am Stamm. Sie sind sternförmig und von weiß bis gelber Farbe. In der Mitte entspringt eine markante teils leuchtend rote lange Zunge, die weit über die übrigen Blütenblätter hinausragt. Diese Aufwändigkeit ist aus evolutionärer Sicht wohl der Tatsache geschuldet, dass nur die wenigsten Blüten tatsächlich erfolgreich bestäubt werden. An den tausenden Blüten, die an einem Baum jedes Jahr entstehen können, findet bei nur 0,5 bis 5 Prozent eine erfolgreiche Bestäubung statt. Von denen verkümmern außerdem etwa 75 Prozent. Der sehr kleine verbliebe Rest bleibt sehr anfällig für Schädlinge und Pilze, so dass am Ende nur sehr wenige Blüten tatsächlich reife Früchte entwickeln. Oftmals bleiben unter 10 an einem ganzen Baum übrig. Diese reifen Früchte sind längliche und bis zu 500 Gramm schwere Beeren. Sie enthalten reichlich Fruchtfleisch aus dem ein schmackhafter Saft gewonnen wird. Jede Frucht enthält außerdem zwischen 30 und 60 Samen, die sogenannten Kakaobohnen.

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Kultivierung

Der Kakaobaum ist sehr anspruchsvoll an seine Umgebung, da er eine hochspezialisierte Pflanze darstellt, die an einen sehr begrenzen Lebensraum angepasst ist. Ausgeprägte Züchtungsverfahren und unterschiedliche Bemühungen in der Kultivierungsmethodik, konnten die geringen Erträge pro Baum allerdings auch auf Plantagen nur wenig verbessern. Obwohl die Pflanze aus Südamerika stammt, sind die größten Kakaoproduzenten heute die Elfenbeinküste und Ghana. Auf einer weltweiten Anbaufläche von 11,8 Millionen Hektar wurden im Jahr 2018 fast 5,3 Millionen Tonnen Kakao geerntet. Das entspricht etwa einem Drittel der Fläche von Deutschland.

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