Walnussöl
Wirkung, Andwendung, Qualität & Kaufempfehlung

Autor: Dr. Lisa Dinh
Datum: 11.06.2020
Lesezeit: 16:47 min

Walnussöl assoziieren viele mit der gehobenen französischen Küche, doch findet es auch außerhalb Frankreichs eine steigende Beliebtheit.

BezeichnungWalnuss
Bot. NameJuglans regia
Eng. Namewalnut
SynonymeWelschnuss, Nussbaum
Herkunftöstlicher Mittelmeerraum
Preis pro 10ml0,85

Grund dafür ist nicht nur sein Geschmack, sondern auch seine enorm positive Wirkung auf unsere Gesundheit.

Kaufempfehlung

Achten sie beim Kauf unbedingt auf die Qualität des Walnussöls. Leider werden auch in Deutschland immer mehr verunreinigte oder bereits stark oxidierte Öle angeboten. Diese können Reizungen auf der Haut verursachen und riechen in stark beissend oder nicht nach Walnussöl. Das Walnussöl von AROMATIKA trust können wir in diesem Fall sehr empfehlen.

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Innere Wirkung

Walnussöl ist als äußerst gesundheitsfördernd einzustufen. Wenn Sie es regelmäßig in Ihren Speiseplan integrieren, können Sie Ihr Leben verlängern.

Gegen schlechte Blutfettwerte

Blutfett ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Lipoproteine, oder noch genauer Plasma-Lipoprotein-Partikel. Ihre Aufgabe besteht darin, im Blut nicht lösbare Fette zu binden und an ihren Zielort zu transportieren. Grundsätzlich beinhalten alle Partikel sowohl Triglyceride als auch Cholesterin und Cholesterylester, allerdings in jeweils ganz unterschiedlichen Mengen. Lipoproteine werden, je nach Größe, Dichte, Zusammensetzung und Bildungsort in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Die wohl bekanntesten Klassen sind das Low Density Lipoproteine (LDL) und das High Density Lipoproteine (HDL). Beide werden in den Zellen der Leber gebildet, haben aber unterschiedliche Funktionen.

Das LDL transportiert hauptsächlich Cholesterin aus der Leber zu den restlichen Zellen des Körpers. Dabei kann es für mehrere Tage durch den Blutkreislauf zirkulieren, bis es an einen passenden Rezeptor bindet, um dann verstoffwechselt zu werden. In dieser Zeit ist das LDL sehr anfällig für Oxidation, z.B. durch freie Radikale oder durch pro-oxidative Metallkationen. Sollte eine solche Reaktion erfolgen kommt es zur Bildung sogenannter Schaumzellen, die sich in der Innenschicht arterieller Blutgefäße anlagern und die Vorstufe für einen arteriosklerotischen Plaque bilden. Dabei gilt, je mehr LDL im Blut vorkommt, desto größer ist die Gefahr, dass es zu einer oxidativen Reaktion kommt, die zunächst Schaumzellen entstehen lässt und schließlich zu einer Arteriosklerose führt. Diese wiederum erhöht das Risiko eines Infarktes oder Schlaganfalls dramatisch und stellt heute weltweit die häufigste Todesursache dar. Aus diesem Grunde wird LDL umgangssprachlich als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet.

Das HDL hingegen transportiert überschüssiges Cholesterin aus den Zellen des Körpers zurück in die Leber. Dabei sammelt es auch Cholesterin von den Wänden der Blutgefäße ein, oder nimmt sogar ganze LDL-Einheiten mit. In der Leber wird das aufgenommene überschüssige Cholesterin in Gallensäuren umgewandelt und kann so über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden werden. Die Aktivität von HDL ist also essentiell, um den Cholesterinstoffwechsel des menschlichen Körpers im Gleichgewicht zu halten. Daher wird HDL auch als das „gute Cholesterin“ bezeichnet. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass in erster Linie die Höhe des HDL-Spiegels ausschlaggebend für das individuelle Risiko koronaler Herzerkrankungen ist. Ursache für einen zu niedrigen HDL-Spiegel können genetische Faktoren, Erkrankungen und Lebensstilfaktoren sein. Durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung kann er deutlich angehoben werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Verwendung von Walnussöl bei einem erhöhten Cholesterinspiegel, da die ungesättigten Fettsäuren diesen positiv beeinflussen können. Walnussöl besteht zu etwa 18 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Diese bewirken eine starke Reduktion des LDL-Spiegels, bei einem gleichzeitigen Anstieg des guten HDL-Spiegels im Blut. Die mehrfach-ungesättigten Fettsäuren, die etwa 73 Prozent des Walnussöls ausmachen reduzieren ebenfalls den LDL-Spiegel, allerdings auch zu einem Teil den HDL-Spiegel.

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Eine weitere wichtige Gruppe von Inhaltsstoffen im Walnussöl, die den Cholesterin-Spiegel beeinflussen, sind die Phytosterine. Dabei handelt es sich im Grunde um das pflanzliche Äquivalent zum tierischen Cholesterin, ohne jedoch seine negativen Eigenschaften, wie die Bildung arteriosklerotischer Plaques, zu besitzen. Im menschlichen Dünndarm konkurrieren Phytosterine mit Cholesterin um die Aufnahme ins Blut und können es dabei fast vollständig verdrängen. Dies führt dazu, dass mit der Nahrung zusätzlich aufgenommenes Cholesterin gar nicht erst in die Blutbahn gelangt, sondern direkt wieder ausgeschieden wird. Insgesamt lässt sich also zusammenfassend feststellen, das Walnussöl, wenn es als Alternative zu anderen (in erster Linie tierischen) Fetten verwendet wird, die Blutfettwerte deutlich verbessert. Dadurch wird einer Arteriosklerose nachhaltig vorgebeugt.

Zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems

Die Verbesserung der Cholesterinwerte allein hat schon einen extrem positiven Einfluss auf die Gesundheit des gesamten Herz-Kreislauf-Systems. Es greifen aber auch noch andere Mechanismen. Walnussöl besteht zu 10 bis 16 Prozent aus alpha-Linolensäure, einer Omega-3-Fettsäure. Diese ist essentiell für den menschlichen Körper und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Dort wird sie für die Bildung der weiteren Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) benötigt, die ansonsten in fetten Fischen in hoher Konzentration vorkommen. Diese Omega-3-Fettsäuren, wie auch das im Öl enthaltene Vitamin E, wirken positiv auf die Blutgerinnung, Verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und beugen so einer Thrombose vor, also einer Verstopfung von Gefäßen durch unkontrollierte Aggregation von Blutplättchen. Außerdem regulieren die Inhaltsstoffe des Walnussöls den Blutdruck und die Herzfrequenz, was sich ebenfalls positiv auf das ganze System auswirkt.

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Für ein fittes Gehirn im Alter

Das menschliche Gehirn ist wohl das Organ, das am empfindlichsten auf oxidativen Stress reagiert. Durch seine eigene Aktivität produziert es verhältnismäßig viele freie Sauerstoffradikale, die die Nervenzellen angreifen und schädigen können. Während andere Körperzellen regelmäßig erneuert werden, bleiben uns die exakt gleichen Nervenzellen ein Leben lang erhalten, beziehungsweise, solange, wie sie mit machen. Dadurch das sie kaum regenerationsfähig sind, akkumulieren sich Schädigungen über Jahrzehnte und es kommt zum langsamen und schleichenden Verfall, der sich im Alter durch nachlassende kognitive Fähigkeiten, wie bei einer Altersdemenz, oder sogar durch neurodegenerative und entzündliche Erkrankungen, wie Alzheimer oder Parkinson, widerspiegeln kann. Derartigen Alterungserscheinungen kann durch den richtigen Lebenswandel vorgebeugt werden. Ausreichende Bewegung und eine gesunde und ausgewogene Ernährung sind dabei unumgänglich, damit das Gehirn im Alter immer noch gut funktioniert. Denn es gilt, das Gehirn schon frühzeitig vor den freien Radikalen zu schützen und den oxidativen Stress mit allen seinen negativen Folgeerscheinungen zu minimieren.

Bereits im Jahr 2009 konnten Forscher feststellen, dass eine Supplementierung des standardisierten Laborfutters mit Walnüssen sowohl die motorischen, als auch die kognitiven Leistungen von Ratten verbessert, deren Leistung aus Gründen des Alters nachgelassen haben. Diese Effekte waren dosisabhängig und konnten somit klar auf die Walnüsse zurückgeführt werden. Inzwischen konnte auch in unterschiedlichen Studien gezeigt werden, dass eine walnussreiche Ernährung bei Menschen kognitive Leistungen, wie das Gedächtnis, die Reaktionsgeschwindigkeit oder die Fähigkeit abstrakt zu denken verbessert. Vor allen Dingen die alpha-Linolensäure und ihre Produkte DHA und EPA spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Gehirns. Sie reduzieren nicht nur den oxidativen Stress, sondern wirken auch direkt auf die Nervenzellen selbst, steigern die Stabilität ihrer Zellmembran und fördern die synaptische Plastizität. Ebenso wirken einige sekundäre Pflanzenstoffe, die auch im Walnussöl enthalten sind, direkt gesundheitsfördernd auf das Gehirn. Durch die positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System wird das Gehirn außerdem indirekt unterstützt, da kardiovaskuläre Erkrankungen auch zu einer Verschlechterung der Aktivität unseres Gehirnes führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass oxidativer Stresses und kleinere Entzündungsprozesse dazu führen, dass sich im Gehirn im Laufe der Zeit Schäden ansammeln, die im Alter zum Einbruch kognitiver und motorischer Leistungen führen können. Walnüsse oder sein Öl kann dazu beitragen, diesem Prozess rechtzeitig vorzubeugen. Verantwortlich hierfür sind die mehrfach-gesättigten Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamin E. Eine Ernährungsweise mit regelmäßiger Verwendung von Walnüssen oder Walnussöl kann somit insgesamt zu einem längeren und gesunden leben führen, wobei das Gehirn fit bleibt und die Gefahr von neurodegenerativen Erkrankungen reduziert ist.

Äußere Wirkung

Die positiven Effekte, die Walnussöl auf unser Äußeres, vor allen Dingen auf die Haut, hat erzielt es sowohl durch die innere als auch durch die direkte äußere Anwendung.

Für die Haut

Linolsäure, die im Walnussöl einen Anteil von bis zu 65 Prozent aus macht, ist ein regelmäßiger Bestandteil der menschlichen Haut. Allerdings kann sie vom Körper nicht selbst produziert werden, sondern muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Anschließend wird sie in der Haut eingelagert und spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulation des Wasserhaushaltes. So wirkt sich allein die Aufnahme von Walnussöl über die Nahrung schon positiv auf eine gesunde Haut aus. Bei äußerer Anwendung wirkt das Öl Hautreizungen, wie einer irritativen Kontaktdermatitis entgegen. Walnussöl hat eine desinfizierende Wirkung und lindert außerdem Entzündungen durch Bakterien oder Pilze. Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren wirkt beruhigend auf die Haut und trägt zu einer raschen Regeneration bei.

Für die Haare

Walnussöl kann zu gleichen Teilen pflegend und schützend auf das Haar wirken. Bei der äußeren Anwendung legt sich ein dünner Ölfilm über das einzelne Haar und hilft dabei, die Feuchtigkeit im Innern zu bewahren. Dadurch bietet das Öl einen wirksamen Schutz gegen Austrocknung, wie sie zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung oder heißen Wind erfolgen kann. Gleichzeitig versorgt das Walnussöl das Haar mit wertvollen Vitaminen. Die Inhaltsstoffe wirken außerdem beruhigend und regulierend auf eine gereizte Kopfhaut. Mit ihrer Hilfe kann ein Juckreiz oder eine verstärkte Schuppenbildung behoben werden.

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Anwendung

Walnussöl in der Küche

Walnussöl ist ein sehr hochwertiges Speiseöl. Lange Zeit wurde es hauptsächlich der gehobenen französischen Küche zugeordnet, da es hier traditionell verwendet wird. Inzwischen findet es aber weltweit eine große Beliebtheit. Diese ist nicht nur durch seine positive Wirkung auf die Gesundheit zurück zu führen, sondern auch durch seinen feinen nussigen Geschmack.

Der Rauchpunkt des Walnussöls liegt liegt im Vergleich zu anderen Ölen im unteren Mittelfeld bei 160 °C. Ab dieser Temperatur verdampfen die flüchtigen Bestandteile des Öls in einer sichtbaren Rauchsäule und es kann zur Bildung gesundheitsschädigender Aldehyde kommen. Der Rauchpunkt hängt von dem Anteil freier Fettsäuren im Öl ab. Je höher dieser Anteil, desto niedriger ist der Rauchpunkt. Da die Temperaturen beim braten, backen oder frittieren höher liegen als 160°C, sollte Walnussöl bei derart hohen Temperaturen nicht verwendet werden. Eine Zugabe in eine heiße Speise, wie einer Suppe, die unter den Siedepunkt liegt, ist aber vollkommen unbedenklich. Klassischerweise wird Walnussöl doch meist in der kalten Küche verwendet. So eignet es sich durch seinen nussigen Geschmack hervorragend als Salatöl oder zum Verfeinern von Eisspeisen.

Anwendung zur Pflege der Haut

Walnussöl ist sehr sanft zur Haut und kann ganz nach Bedarf pur aufgetragen werden. Durch den hohen Gehalt an Linolsäure zieht es sehr schnell ein und wirkt gleichzeitig rückfettend. Dabei kann das Öl zur Pflege oder zur Reinigung durchaus täglich verwendet werden. Die gründliche Reinigung einer unreinen Gesichtshaut mit Walnussöl und einem Wattepad, kann die Haut nicht nur desinfizieren, sondern mildert auch Entzündungen.

In der Kosmetikindustrie ist Walnussöl inzwischen ein beliebter Zusatzstoff. Hier findet er Einsatz in Duschgels, Lotions oder Haarshampoos, die die rückfettenden Eigenschaften gerne nutzen. Walnussöl kann außerdem sehr gut als Massageöl verwendet werden, da es die Haut geschmeidig und glatt erscheinen lässt und somit Massagegriffe sehr effektiv durchgeführt werden können.

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Anwendung zur Pflege der Haare

Für die Pflege der Haare kann Walnussöl auf zweierlei Art und Weise verwendet werden. Zum einen kann es als leave-in-Pflege in kleinen Mengen (wenige Tropfen) in das frisch gewaschene und noch feuchte Haar gegeben werden. Hierbei sollte es vorsichtig in den Haarspitzen verteilt und weniger auf die Kopfhaut gegeben werden. Anschließen kann das Haar wie gewohnt gestylt werden. Das aufgetragene Öl wird nicht ausgewaschen.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Anwendung des Walnussöls als Haarkur. Hierbei werden deutlich größere Mengen des Öls verwendet und gleichermaßen in die Kopfhaut einmassiert und im Haar verteilt. Umwickeln Sie ihren Kopf anschließend mit einem Handtuch. Auf diese Weise entsteht Stauwärme, die dafür sorgt, dass sich die Schuppen der Haare aufrichten und so das Öl besser in das Innere des Haares hinein gelangen kann. Auch die Kopfhaut öffnet so die Poren und kann die wertvollen Inhaltsstoffe besser aufnehmen. Das Öl sollte mindestens eine Stunde im Haar verbleiben, kann aber auch durchaus über mehrere Stunden, z.B. über Nacht einwirken. Nach der Einwirkzeit sollte es gründlich mit einem milden Shampoo ausgewaschen werden.

Walnussöl zur Holzpflege

Abgesehen von der gesundheitlichen Wirkung auf den Menschen, kann Walnussöl auch in ganz anderen Bereichen des Lebens eingesetzt werden. Hierfür muss nicht auf das hochwertige kaltgepresste Öl zurückgegriffen werden, sondern es kann ein etwas günstigeres Produkt gewählt werden. Das etwas minderwertigere raffinierte Walnussöl ist ein beliebtes Mittel zur Behandlung und Pflege von Holzoberflächen. Dabei ist es das Mittel der Wahl, wenn es um Flächen geht, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, wie zum Beispiel Arbeitsplatten in der Küche, Schneidbretter oder der Esstisch. Andere Holzpflegeöle sind in Bezug auf Lebensmittel nicht immer unbedenklich. Das Öl wird hierzu in zwei Schichten aufgetragen. Die erste erfolgt mit der Maserung, die zweite quer dazu. Dazwischen muss die Fläche gut durchtrocknen, was einige Zeit beansprucht. Die Wartezeit lohnt sich allerdings, da die Behandlung das Holz nachhaltig vor eindringender Feuchtigkeit und Verfärbungen durch Lebensmittel schützt.

Walnussöl für Ölfarben

Raffiniertes Walnussöl ist auch in der Ölmalerei fast unverzichtbar. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders dünnflüssig ist und Farbpigmente sehr gut aufnehmen kann. Nach dem Auftragen auf die Leinwand trocknet das Walnussöl relativ schnell und neigt mit der Zeit kaum zu einer Vergilbung, sondern bewirkt einen anhaltenden Glanz.

Herstellung

Grundsätzlich lassen sich zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Gewinnung von Walnussöl ausmachen. Das qualitativ hochwertige Walnussöl wird durch Kaltpressung und daran anschließende Filtration gewonnen. Hierzu werden die Nüsse zunächst aus ihrer Samenschale befreit und zerkleinert. In einer Schneckenpresse wird nun unter großem Druck das Öl langsam aus den Nüssen heraus gepresst. Mögliche Verunreinigungen oder unerwünschte Schwebepartikel können abschließend aus dem Öl heraus filtriert werden. Durch dieses schonende Verfahren, bei dem die Temperatur stets unter 40 °C gehalten wird, bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Ein minderwertigeres Öl kann durch Heißpressung oder durch Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel aus den zerkleinerten Nüssen gewonnen werden. Bei letzterer Methode muss anschließend das Lösungsmittel durch erneutes Erhitzen entfernt werden. Zusätzlich ist eine Raffination erforderlich, da bei dieser Methode der Ölgewinnung große mengen Bitterstoffe in das Öl gelangen, die entfernt werden müssen. Dabei wird das Öl in Volumen und Geschmack reduziert. Das Endprodukt ist ein geschmacks- und geruchsneutrales Öl, was aber im Vergleich zum kaltgepressten Öl deutlich länger haltbar ist. Durch die Hitze wird ein großer Teil der im Öl enthaltenden Nährstoffe zerstört.

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Inhaltsstoffe

Walnussöl besteht zu einem Großteil aus der zweifach-ungesättigten Linolsäure, die zu den Omega-6-Fettsäuren gehört und etwa 55 bis 65 Prozent des Öls ausmacht. Mit einem Anteil von 12 bis 22 Prozent bildet die einfach ungesättigte Ölsäure die zweithäufigste Komponente. Die dreifach-ungesättigte alpha-Linolensäure stellt 10 bis 16 Prozent des Öls dar. Sie gehört zu den Omega-3-Fettsäuren und besitzt eine stark entzündungshemmende Wirkung. Des Weiteren finden sich Palmitinsäure und Stearinsäure im Walnussöl.

Neben den Fettsäuren beinhaltet Walnussöl größere Mengen an Vitamin A und E, sowie diverse Mineralstoffe, wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Selen, Fluor, Zink und Kupfer. Sekundäre Pflanzenstoffe sind ebenfalls im Öl enthalten. Phytosterole wie Stigmasterol, beta-Sitosterol und Campesterol senken nachweislich den Cholesterinspiegel. Polyphenole wirken entzündungshemmend und, wie auch Carotinoide und die Vitamine, antioxidativ.

Geschichte

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Walnuss seit über 9000 Jahren als Nahrungsmittel genutzt wird. Der römische Gelehrte Plinius berichtet in seiner Naturalis historia (77 n.Chr.), dass die Griechen den Baum im 7. bis 5. Jahrhundert vor Christus nach Europa brachten. Die Römer nannten ihn „Iovis glans“, was soviel bedeutet wie „ Eichel des Jupiter“. Im Laufe der Zeit entstand daraus der heute immer noch gültige Gattungsname Juglans, den Carl von Linné 1753 mit dem Artnamen regia ergänzte, was auf den königlichen Wuchs zurückzuführen sein mag.

Die Römer brachten die Walnuss nach Mitteleuropa, wo sie in Büchern zunächst als „Gallische Nuss“ geführt wird, was auf einen Einreiseweg über Gallien hin deutet. In Deutschland bürgerte sich schnell der Name Welschnuss ein, wobei „welsch“ die mittelhochdeutsche Bezeichnung für „fremd“ war. Erst im 18. Jahrhundert entwickelte sich aus diesem Namen die heutige Bezeichnung Walnuss. Walnussbäume wurden bereits im Mittelalter und der frühen Neuzeit in zahlreichen Obstgärten kultiviert.

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Botanik

Die Echte Walnuss (Juglans regia) ist nur eine von 21 bekannten Arten der Gattung Walnuss. Dennoch ist sie, neben der Schwarznuss (Juglans nigra), die einzige, dessen Nüsse wir als Lebensmittel verwenden. Die Schwarznuss spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Die Echte Walnuss ist ein kräftiger Baum, der ein Alter von bis zu 160 Jahren und eine Höhe von bis zu 30 Meter erreichen kann. Freistehend kann er eine beeindruckende Krone ausbilden, während das tief reichende Pfahlwurzel-System der Pflanze einen festen Stand verleiht. Charakteristisch für einen alten Baum ist seine fast schwarze tiefrissige Borke. Jüngere Bäume erscheinen dagegen mit glatter und grauer Rinde. Hierzulande ist die Echte Walnuss einer der letzten Bäume, deren Blätter im Frühjahr sprießen. Sie sind 5- bis 9-fach gefiedert und erscheinen im Herbst hellgelb bis orange. Interessanterweise fallen sie im Herbst mit als eine der ersten, wodurch der Baum insgesamt eine etwas kürzere Wachstumsperiode aufweist.

Im Alter von 15 bis 20 Jahren entwickelt die Echte Walnuss ihre ersten Blüten. Diese sind geschlechtlich geteilt. Die männlichen Blüten bilden auffällige Kätzchen, die eine Länge von bis zu 12 Zentimeter erreichen können und von den dünnen Trieben herabhängen. Der Wind löst aus ihnen die Pollen und trägt sie zu den weiblichen Blüten, die aufrechte Blütenstände bilden. Zur Reduzierung einer Selbstbefruchtung blühen die unterschiedlichen Geschlechter ein und der selben Pflanze etwa im Abstand von 4 Wochen. Aus den befruchteten weiblichen Blüten entsteht, umgeben von einer schützenden grünen Hülle, die allseits bekannte Walnuss. Ihr Samen ist von einer festen Hülle umgeben und enthält Anlagen für eine einzige Tochterpflanze.

Am besten gedeiht die Echte Walnuss in Regionen mit milden Wintern und ausreichend Niederschlag. So zum Beispiel in den deutschen Weinanbaugebieten. Durch seine kurze Wachstumsphase ist die Jungpflanze nicht besonders konkurrenzstark und wird schnell überwuchert. Daher ist der Baum eher selten in Wäldern und Auen anzutreffen, sondern meistens eher freistehend auf Wiesen oder in alten Parkanlagen. Über seine Blätter gibt er Zimtsäure in den Boden ab, der das Wachstum anderer Pflanzen unterdrückt und ihm allein die Nährstoffe dieses Areals garantieren.

Kultivierung

Aus der Echten Walnuss wurden bis heute mehr als 100 Sorten gezüchtet, die sich durch Nussform, Ertrag, Frostresistenz oder andere Eigenschaften unterscheiden. In Europa wurde sie bereits zu römischen Zeiten kultiviert.

Das Hauptprodukt dieser Bäume ist sicherlich die Nuss, aber auch das Holz des kräftigen Baumes ist sehr beliebt. Der weltweit größte Produzent von Walnüssen im Jahr 2018 war China, gefolgt von den USA und Iran. Besonders Kalifornien spielt beim US-Walnussanbau eine tragende Rolle. Dabei wurde der erste Walnussbaum hier erst im Jahr 1867 in der Nähe von Santa Barbara gepflanzt. Die Nuss wird inzwischen in Kalifornien in über 5.000 Plantagen auf zusammen 82.000 Hektar angebaut.

Der Anbau von Walnüssen muss langfristig geplant werden und bedarf gleichzeitig sehr viel Platz. Die Bäume tragen erst in ihrem vierten Jahrzehnt erträgliche Mengen der begehrten Frucht. Bis zum 80. Lebensjahr nimmt der Ertrag dann stetig zu. Im Alter lässt er dann wieder nach. Für die Ernte werden die Nüsse in der Regel von den Bäumen geschüttelt und aufgefegt. Nach der Entfernung der Außenschale werden sie gewaschen und dann trocken und luftig gelagert, um einen Befall mit Schimmelpilz zu verhindern. So sind sie mehrere Monate haltbar und stehen dem Markt ganzjährig zur Verfügung.

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